„Wir brauchen die Buchungen im DATEV-Format" – dieser Satz vom Steuerberater sorgt bei vielen Kassenwarten und Vereinsvorständen erstmal für Ratlosigkeit, meist kurz vor der Jahreshauptversammlung oder dem Jahresabschluss, wenn die Zeit ohnehin knapp ist. Was ist DATEV eigentlich, und was genau wird da erwartet? Ein kurzer, praktischer Überblick.

DATEV ist eine Genossenschaft, deren Software in nahezu jeder deutschen Steuerkanzlei zum Einsatz kommt – für Buchhaltung, Jahresabschlüsse und die Kommunikation mit dem Finanzamt. Wenn ein Steuerberater nach „DATEV-Format" fragt, meint er damit eine standardisierte Export-Datei (den sogenannten DATEV-Buchungsstapel): eine Liste aller Buchungen mit Konto, Gegenkonto, Betrag, Belegdatum und Buchungstext, in genau der Struktur, die DATEV-Programme direkt einlesen können.

Zu einem vollständigen Buchungsstapel gehört außerdem der passende Kontenrahmen – bei Vereinen meist SKR42 (Steuerberater-Kontenrahmen für Vereine, Verbände und Stiftungen), der eigene Konten für Mitgliedsbeiträge, Spenden und den ideellen versus wirtschaftlichen Geschäftsbereich vorsieht. Fehlt diese Zuordnung oder stimmt sie nicht mit dem Kontenrahmen der Kanzlei überein, kann der Steuerberater die Datei zwar technisch einlesen, muss die Buchungen aber trotzdem von Hand nachbearbeiten und einzeln den richtigen Konten zuordnen – der Automatisierungsvorteil geht dann faktisch verloren.

Der Gegensatz dazu ist die übliche Praxis in vielen Vereinen: eine Excel-Liste mit Mitgliedsbeiträgen, die der Kassenwart einmal im Jahr zusammenstellt und dann von Hand an die Kontoauszüge abgleicht. Der Steuerberater tippt die Zahlen anschließend selbst in DATEV ein oder schickt die Liste mit Rückfragen zurück – zusätzlicher Aufwand auf beiden Seiten, und eine typische Fehlerquelle bei Jahresabschlüssen.

Ein automatisierter DATEV-Export setzt genau hier an: Statt die Buchungsdaten manuell aufzubereiten, werden Mitgliedsbeiträge, Zahlungseingänge und Mahnungen direkt aus der Mitgliederverwaltung im richtigen Format exportiert – bereits dem passenden Kontenrahmen zugeordnet und bereit zum Import beim Steuerberater, ohne Nacharbeit. Das qibriX MemberSoft erstellt diesen Export automatisch aus den ohnehin schon erfassten Beitrags- und Zahlungsdaten, inklusive automatischem Bankabgleich per IBAN und Name im Vorfeld.

Praktisch läuft das in MemberSoft so ab: Jede Zahlung, die per SEPA-Lastschrift eingezogen oder manuell erfasst wird, ist von Anfang an einem Mitglied, einem Zeitraum und einem Buchungskonto zugeordnet. Am Monats- oder Jahresende wird daraus mit einem Klick der Buchungsstapel erzeugt – der Kassenwart muss nicht nachträglich rekonstruieren, welche Zahlung zu welchem Beitrag gehörte.

Das betrifft nicht nur klassische Vereine: Auch Fitnessstudios mit monatlichen Mitgliedsbeiträgen und Unternehmen mit Abo- oder Ratenkunden stehen vor demselben Problem – wiederkehrende Zahlungen, die am Jahresende irgendwie in die Buchhaltung müssen. Die Logik dahinter ist überall gleich: je automatisierter der Export, desto weniger manuelle Abstimmung zwischen Kassenwart, Studioleitung oder Buchhaltung und Steuerberater.

Ein Unterschied zwischen den drei Bereichen liegt im Rhythmus: Vereine exportieren oft nur einmal jährlich zum Jahresabschluss, Fitnessstudios mit monatlicher Abbuchung meist monatlich, und Unternehmen mit Ratenzahlungen häufig sogar wöchentlich, um offene Posten zeitnah im Blick zu behalten. Ein automatisierter Export sollte deshalb nicht nur „irgendwann funktionieren", sondern sich an den tatsächlich benötigten Rhythmus anpassen lassen – ohne dass jedes Mal jemand manuell eine neue Datei zusammenstellen muss.

Ebenfalls relevant: Nicht jede Steuerkanzlei arbeitet mit derselben DATEV-Version oder denselben Importeinstellungen. Manche Kanzleien akzeptieren nur den klassischen Buchungsstapel als CSV/ASCII-Datei, andere nutzen mittlerweile Cloud-Schnittstellen mit direkter Anbindung. Auch hier gilt: Lieber einmal zu Beginn kurz abstimmen, welches Format tatsächlich gebraucht wird, als am Jahresende festzustellen, dass der Export zwar erzeugt, aber nicht eingelesen werden kann.

Ein guter erster Schritt, falls Sie selbst betroffen sind: Fragen Sie Ihren Steuerberater konkret, welches Exportformat und welchen Kontenrahmen er benötigt, in welchem Rhythmus er die Daten erwartet, und ob er sie direkt importieren kann, statt sie erneut zu erfassen. Genau diese Fragen entscheiden am Ende, wie viel Zeit ein automatisierter Export tatsächlich spart – und wie reibungslos die Zusammenarbeit mit der Kanzlei im nächsten Jahr läuft.

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